Steile Hänge am Schauenberg

Neu: Artikel in der Zürichsee-Zeitung vom 6. April 2016

Im zürcherischen Schlatt fand am Sonntag der 2. Nationale OL der schweizerischen Saison statt. Dabei vermochten sich die LäuferInnen der OLG Stäfa gegenüber dem 1. Nationalen Lauf in Muri AG enorm zu steigern, erreichte der Klub doch beachtliche acht Podestplätze.

 

Die Laufgelände der beiden ersten nationalen Läufe der OL-Saison unterschieden sich im Profil wie Tag und Nacht. War die Topographie des Lindenbergs oberhalb Muri AG noch relativ flach, wähnte man sich in den äusserst steilen Hängen des Schauenbergs beinahe im Emmental. Einigen dürfte der Schauenberg vielleicht noch vom alljährlichen Schulreisli bekannt sein. Allerdings ging es an diesem sonnigen Sonntag weit weniger gemächlich zu: War der Lauf in Muri kartentechnisch relativ einfach, boten hier die beiden jungen Bahnleger Alain und Severin Denzler von der organisierenden OLG Welsikon vorab den LäuferInnen auf den längeren Bahnen einige interessante und knifflige Routenwahlprobleme, welche die Wettkämpfer möglichst schnell zu lösen versuchten. Offenbar wurde diese Aufgabe im Zürcher Oberland von den 84 teilnehmenden Stäfnern gut gelöst, resultierten doch einige ansprechende Platzierungen. Reichte es am 1. Nationalen gerade noch für einen Podestplatz von Altmeisterin Erica Huggler (1.Rang bei den D75), so liest sich auch die Rangliste der beiden Anlässe wie Tag und Nacht, konnten sich die Stäfner doch mit acht Podestplätzen enorm steigern. Dabei schwangen Livia Schoch (DAL), wiederum Erica Huggler (D75) und Cornelia Hauck (DAK) in ihren Kategorien obenauf. Mit Darina Schweizer (2. Platz, OK), Regula Pünter (2. Platz, DB), Siana Senn (3. Platz, D16) und Eveline Zürcher (D50, 3. Platz) konnten sich weitere vier Damen auf dem imaginären Podest (Rangverkündigungen gibt es beim OL nur an Meisterschaften) einrichten. Der einzige Stäfner Herr auf dem Treppchen war zugleich auch der jüngste: Stefan Zoelly wurde bei den H10 Zweiter.

Fällt die Steigerung auf den nächsten nationalen Event in zwei Wochen - den Mitteldistanzmeisterschaften in Möhlin - ebenso frappant aus, so ist einiges von den Stäfnern zu erwarten. Dort allerdings erwartet die WettkämpferInnen wieder etwas flacheres Gelände. Nichtsdestotrotz scheinen die LäuferInnen der OLG Stäfa gut dafür gerüstet und vielleicht gelingt dort einigen der Sprung auf das dann wirklich vorhandene Podest!

 

Top-Ten Resultate der Stäfner:

H10 ( 1.8 km, 45 m, 9 Po.): 2. Stefan Zoelly (Männedorf) 11:38. HB ( 4.6 km, 160 m, 13 Po.): 7. Kaspar Zoelly (Männedorf) 54:32, H45 ( 7.0 km, 300 m, 19 Po.): 8. Urs Tschamper (Hombrechtikon) 1:03:49, H80 ( 2.8 km, 65 m, 9 Po.): 9. Erich Haag (Stäfa) 57:47, D16 ( 5.0 km, 200 m, 15 Po.): 3. Siana Senn (Stäfa) 42:49. 9. Ledna Oettli (Stäfa) 48:10, DAL ( 5.8 km, 230 m, 15 Po.): 1. Livia Schoch (Mägenwil) 48:40, DAM ( 4.4 km, 155 m, 14 Po.): 4. Fabienne Zürcher (Küsnacht ZH) 45:46, DAK ( 3.1 km, 125 m, 9 Po.): 1. Cornelia Hauck (Uetikon) 35:58. 6. Kathrin Hindermann (Wolfhausen) 39:03. 8. Annika Tschamper (Hombrechtikon) 40:45, DB ( 3.2 km, 130 m, 12 Po.): 2. Regula Pünter (Hombrechtikon) 39:39, D45 ( 5.3 km, 230 m, 16 Po.): 7. Cristina Brechbühl (Hombrechtikon) 56:11, D50 ( 4.7 km, 160 m, 15 Po.): 3. Eveline Zürcher (Küsnacht ZH) 44:29. 5. Susanna Rutz-Aebersold (Stäfa) 48:50, D75 ( 2.8 km, 90 m, 11 Po.): 1. Erica Huggler (Oetwil am See) 43:45, OK ( 2.1 km, 70 m, 10 Po.): 2. Darina Schweizer (Wolfhausen) 22:45, OM ( 2.9 km, 120 m, 11 Po.): 9. Lasse Ericsson (Herrliberg) 36:42

Die weiteren Ränge der Stäfner

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