LOM 2019 im Klettgau

Rund 41 Stäfner nahmen an den diesjährigen Schweizermeisterschaften über die Langdistanz (LOM) in Berigen (SH) teil. Das Laufgebiet wurde durch doch recht stotzige Abhänge begrenzt und durch einige tiefe Täler durchschnitten, so dass sich den Läufern die Frage stellte: drumherum oder mittendurch? Auffällig waren auch die vielen Mulden, Senken und Löcher, welche die Karte Wannenberg-Rossberg (siehe Routegadget) prägten. Diese Negativkonturen haben ihren Ursprung, wie aus bestens unterrichteten präsidialen Quellen zu erfahren war, in der wirtschaftsgeschichtlichen Entwicklung der Region: auf dem Südranden wurde wohl seit Römerzeiten und nachweislich seit dem 16. Jahrhundert sogenanntes Bohnerz abgebaut. Bohnerz ist ein Eisenerz welches seinen Namen aufgrund der knollen- und bohnenförmigen Gestalt erhielt. Diese ehemaligen Abbaustellen und Gruben durchziehen heutzutage zu hunderten den Rossberg und nicht wenige zeigen sich heute als natürlich Biotope (siehe auch https://bohnerzspur.ch/). Diese geographischen Voraussetzungen, eine nasskalte Witterung und lange Bahnen sorgten für eine würdige Meisterschaft und doch eher lange Laufzeiten (wie es sich für eine LOM ja gehört). Für die OLG Stäfa holten Nico Brechbühl (3. Rang HAL) und Urs Märk (1. Rang, HAK) das Erz aus dem Boden bzw. das Edelmetall an den Zürichsee. Herzliche Gratulation!

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