Eintrag ins OL-Geschichtsbuch

Die ol norska in der Besetzung Sarina Jenzer, Ueli Werren, Florian Schneider und Sabine Hauswirth gewann in überlegener Manier den ersten (inoffiziellen) Schweizermeistertitel in der Sprint-Staffel vor der OL Zimmerberg und den white tigers der ol.biel.seeland. Im Nationalen Sprint vom Morgen setzten sich mit Martin Hubmann und Judith Wyder ebenfalls die Favoriten durch.

Die mit Spanung erwartete Premiere zur ersten Sprint-Staffel-Meisterschaft hielt, was sie versprach und verdient, in die OL-Geschichtsbücher aufgenommen zu werden. Nur die Schatten, welche das Ereignis vorauswarf, hätten ein wenig länger sein können, suchte man doch ob des wunderbaren und heissen Spätsommerwetters sowohl als Wettkämpfer wie auch als Zuschauer bevorzugt ein schattiges Plätzchen in der imposanten Staffelarena. Mit dem Nationalen OL am Morgen und der Sprint-Staffel wurde es für alle Beteiligten doch zu einem langen, schweisstreibenden Tag, der aber dank der vorbildlichen Organisation der OLG Stäfa mit einem Grosseinsatz ihrer Mitglieder (rund 160 Helfer standen im permanenten Einsatz) reibungslos über die Bühne ging. So sorgte wohl hauptsächlich die Sonne für die roten Köpfe. Doch das heisse Wetter zu monieren wäre Klagen auf hohem Niveau, beinahe auf einem so hohen Niveau wie namentlich die nachmittägliche Sprint-Staffel ausgetragen wurde.

Von Anfang an herrschte Hochspannung welche durch die fachkundigen Ausführungen des Speakers und Bahnlegers Urs Tschamper noch befeuert wurde. So setzte sich die favorisierten Team der ol norska mit Sarina Jenzer und der OL Zimmerberg mit Paula Gross gleich zu Beginn an die Spitze. Von den Siegesanwärtern handelten sich auf der ersten Strecke nur die white tigers der ol.biel.seeland einen grösseren Rückstand von 70 Sekunden ein, exakt der Rückstand, der am Schluss auf den ersten Platz fehlte. In der Folge entwickelte sich aber ein spannendes Rennen, in dem auch die ausser Konkurrenz startenden beiden Teams aus Norwegen mitmischten. Vor allem das Team um den mehrfachen Weltmeisterschafts-Teilnehmer Øystein Kvaal Østerb setzte sich immer mehr ab und übergab mit rund 30 Sekunden Vorsprung auf die ol norska zur letzten Strecke. Doch Sabine Hauswirth spielte ihre momentane Hochform souverän aus, holte die norwegische Läuferin bald ein und lief den Sieg für ihre Klubfarben souverän nach Hause. In ihrem sprichwörtlichen Schatten lieferten sich die Staffel-Weltmeisterin Julia Jakob von der OL Zimmerberg und Simona Aebersold von den white tigers der ol.biel.seeland ein spannendes Duell um die Silbermedaille, welches die routinierte Jakob dank eines soliden Laufs für sich entschied. Jungtalent Aebersold blieb zwar immer in Schlagdistanz, konnte aber nicht verhindern, dass ihr Rückstand von anfänglich 9 Sekunden noch auf 15 Sekunden anwuchs.

Die Staffel war sicher das Haupteregnis des Tages, auch aus organisatorischer Hinsicht. Nichts desto trotz bot aber auch der Nationale Sprint-OL vom Morgen interessanten und spannenden OL-Sport. Insbesondere die Bahnen von Nico Brechbühl trugen viel zum Gelingen bei, gelang es ihm doch, das Maximum aus dem Gelände herauszukitzeln. Speziell der Startteil um das Schulhaus Beewies und der Schlussteil in den verwinkelten Gässchen des Städtchens Stäfa hatten es in sich und die Laufanlage wurde explizit gelobt. Wie später am Nachmittag konnten sich auch hier die anwesenden Favoriten an die Spitze setzen. So setzte sich bei den Damen Judith Wyder mit einem grossen Vorsprung von 25 Sekunden vor Simona Aebersold durch, welche die drittplatzierte Paula Gross um weitere 32 Sekunden distanzieren konnte. Nicht ganz so klar fiel der Sieg bei den Herren aus. 3 Sekunden Vorsprung auf Christoph Meier mussten Martin Hubmann zu seinem Erfolg genügen. Mit Emil Ahlbeck folgte mit 10 Sekunden Rückstand ein starker Norweger, welcher Ricardo Rancan mit nur einer Sekunde noch vom dritten Rang verdrängen konnte.

Die Premiere mit einem Nationalen-Sprint-OL am Morgen und einer Sprint-Staffel zeigte, dass dieses Format durchaus seine Zukunft haben kann und bei den Wettkämpfern und Zuschauern auf positives Echo stiess. In diesem Sinne dürfen wir uns jetzt schon auf die die “Swiss Orienteering Finals 2019” vom 2./3. November 2019 mit Team, Einzel und Staffelanlass innerhalb zweier Tage freuen. Dann nämlich organisiert die OL Regio Wil am Samstag die TOM auf der Dietschwiler Höchi und am Sonntag einen Nationalen Sprint und die Sprint-Staffel-Meisterschaft in der Stadt Wil nach dem diesjährigem Konzept der OLG Stäfa. Für einen hoffentlich weiteren erfolgreichen Eintrag in die OL-Geschichtsbücher.